Raphaela Höß, Klasse 111

2011 HOFA – 2013 Studium Wirtschaftspädagogik

„Mein Werdegang verläuft, wie so viele, nicht schnurgerade. Am Anfang stand meine
Ausbildung zur Hotelfachfrau im Allgäu. Später arbeitete ich in einigen namhaften Restaurants
in München und Berlin – zum Schluss war ich in einem kleinen, unabhängigen
Restaurant als stellvertretende Leitung angestellt. Um meine Karriere voranzubringen,
wägte ich ab: zwischen einem Trainee-Programm in der Hotellerie und dem Besuch
der Hotelfachschule. Ein Studium stand außer Frage, denn ich hatte 1. kein Abitur,
2. fehlte mir an der Uni der Praxisbezug, 3. fühlte ich mich an einer Schule viel besser
aufgehoben. Schließlich entschied ich mich 2011 für die HOFA. Ein Schritt, der für mich
alles verändert hat. Ich musste zum ersten Mal „nur“ mir selbst gerecht werden und
bin über meine Grenzen hinausgewachsen. Von zwei Lehrerinnen kam ein „Schubser“
in Richtung Studium. Auf die Idee, Lehrerin zu werden, wäre ich mit 16 nach der Realschule
nie gekommen – und das ist auch gut so. Ich hätte wohl in meiner persönlichen
und fachlichen Entwicklung einiges verpasst, hätte ich direkt studiert. Nach der HOFA
und mit meinem Betriebswirt konnte ich mich an einer Hochschule einschreiben, wo ich heute Wirtschaftspädagogik studiere, verbunden mit zwei Praktika am OSZ Gastgewerbe und der HOFA Berlin. Bald folgt das Referendariat. Jede einzelne Station meines Werdegangs war für mich und meine Entwicklung wichtig und richtig. Die Hotelfachschule kann ein Sprungbrett dafür sein, innerhalb oder außerhalb der Branche Karriere zu machen oder etwas ganz anderes weiter zu machen. Wichtig ist, sich bewusst zu sein, dass man dafür selbst die Verantwortung trägt.“

2018-05-03T10:07:32+00:00