Mein Weg zur HOFA und danach….

Schon während meiner Schulzeit war mir klar, dass ich meine Leidenschaft für gutes Essen einmal zu meinem Beruf machen würde. Nach der Ausbildung zum Koch habe ich 15 Jahre lang in verschiedensten Küchen gearbeitet. Bei jeder beruflichen Station konnte ich Neues dazulernen; langweilig wird es in der Küche wohl nie…! Dennoch war ich irgendwann an dem Punkt angelangt, an dem die langen und unregelmäßigen Arbeitszeiten auch an Wochenenden und Feiertagen nicht mehr zu mir und meinem Privatleben passten. Meine erste Tochter war gerade drei Jahre alt, das zweite Kind war unterwegs. Und mir war klar, dass ich beruflich eine neue Richtung einschlagen muss.

Von der HOFA hörte ich erstmalig von einem Arbeitskollegen, der sich dort kurz zuvor angemeldet hatte. Mein Interesse war sofort geweckt! Die nächsten Tage verbrachte ich damit, mich über die Angebote der Schule und Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren. Bald stand fest, dass ein Abschluss als staatlich geprüfter Betriebswirt für Hotellerie und Gastronomie von der HOFA die ideale Voraussetzung für mich wäre, um neue Karriereperspektiven in der Gastronomie zu erschließen. Das Schüler-BAFÖG wurde schnell bewilligt; somit konnte ich mich komplett auf die kommende, sehr intensive Zeit konzentrieren. Ein 450€ Job half mir, die Lohnlücke zu füllen und bot zudem die Gelegenheit, weiterhin regelmäßig Küchenluft zu schnuppern.

Die zwei Jahre an der HOFA habe ich zu keiner Zeit bereut. Das abwechslungsreiche und praxisnahe Kursangebot, die angenehme Unterrichtsatmosphäre und die freundliche Lehrerschaft trugen dazu bei, dass ich jeden Tag gerne zur Schule ging. Auch die Klassengemeinschaft war außergewöhnlich gut. Mit vielen meiner ehemaligen Mitschüler pflege ich noch heute noch regen Kontakt.

Mit dem Abschluss frisch in der Tasche, bin ich zunächst als Kundenmanager eines Großhandelsunternehmens eingestiegen. Hier im Vertrieb erwies sich mein theoretisches Wissen aus den vergangen zwei Schuljahren tagtäglich als äußerst hilfreich.

Heute arbeite ich als Fachberater für Gewürze, Öle und Essige für einen renommierten Lebensmittelproduzenten. In dieser Position berate und schule ich deutschlandweit Großkunden und Profi-Köche zum Umgang mit unseren vielfältigen und qualitativ hochwertigen Produkten. Und ja, hier darf ich auch wieder kochen! Aber mit weniger Druck als zuvor und großer kreativer Freiheit.

Und natürlich kann ein Abschluss als Betriebswirt auch noch weitere, ganz unerwartete Wege ebnen… Da ich mir einen Teil der in der HOFA erbrachten Leistungen von der IHK Berlin anerkennen lassen konnte, habe ich dort nach nur einem Jahr berufsbegleitender Weiterbildung im vergangenen Jahr die Prüfung zum Küchenmeister erfolgreich absolviert.

Hat die HOFA dazu beigetragen, dass ich mich beruflich und persönlich in kurzer Zeit stark weiterentwickeln konnte? Hier kommt als Antwort nur ein ganz klares Ja! infrage. Den Besuch der HOFA kann ich daher guten Gewissens und uneingeschränkt empfehlen.

HOFA ist, was du draus machst!

Emilio H.

Absolvent der Staatlichen Wirtschaftsfachschule für Hotellerie und Gastronomie, Klasse 145