Die Geschichte der Hotelfachschule Berlin

Mit der im Jahre 1963 in der Pfalzburger Straße (Berlin Wilmersdorf) eröffneten Fachschule für Hotellerie und Gastronomie wurde das sich über mehr als drei Jahrzehnte erstreckende Bemühen der Branche um eine Weiterbildungseinrichtung endlich belohnt. Besondere Verdienste sind dem damaligen Obermeister des Hotel- und Gaststättenverbandes, Heinz Zellermayer, zuzuschreiben. Schon damals galt für die 25 ersten Studierenden, dass sie sowohl über eine abgeschlossene Berufsausbildung als auch über entsprechende Arbeitspraxis verfügen mussten.

Der Erfolg des ersten Lehrgangs, basierend auf einer damit verknüpften Ausbildungsqualität, setzte sich über die Jahre fort und ließ die Bewerberzahlen immer weiter steigen. Anlässlich einer Festsitzung sprach der damalige Senator für Schulwesen die staatliche Anerkennung der Hotelfachschule Berlin zum 1. Januar 1965 aus. Wenige Jahre später, im März 1971, erhielten die ersten Studierenden den Zeugniszusatz “Staatlich geprüfter Betriebswirt”.

Über drei Jahrzehnte war die Hotelfachschule in Räumlichkeiten weiterer Bildungseinrichtungen integriert und somit in verwaltungstechnischer Abhängigkeit. Als seit 2007 administrativ unabhängige Fachschule im Herzen Berlins ermöglicht die HOFA Studierenden eine fundierte branchenorientierte Weiterbildung.

Mit dem Neubau auf dem Gelände am Hausvogteiplatz konnten wir seit dem Schuljahr 2014/15 unser Bildungsangebot um einen weiteren Bildungsgang erweitern: Die einjährige Berufsfachschule der Hotelfachschule Berlin startet seither jährlich mit ein bis zwei Klassen. Ab dem Schuljahr 2019/20 wird dieser Bildungsgang, ebenso wie der Berufsqualifizierende Lehrgang (BQL VZ), im Land Berlin in die Integrierte Berufsausbildungsvorbereitung (IBA) zusammengeführt. Den Bildungsgang einjährige Berufsfachschule gibt es daher nicht mehr, bzw. unter dem neuen Namen IBA – auch an der HOFA Berlin.

Seit dem Frühjahr 2016 haben die Schüler*innen in Willkommensklassen die Möglichkeit deutsche Sprachkenntnisse an der HOFA Berlin zu erlangen bzw. zu erweitern. Die Einrichtung dieses Bildungsganges ist „temporär“ und bemisst sich nach der Zuwanderung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in das Land Berlin.

Um die persönlichen und beruflichen Karrierechancen unserer Studierenden zu vergrößern, bietet die HOFA Berlin mit der Portfolioerweiterung des traditionellen Schwerpunktes „Hotel- und Gaststättengewerbe“ um „Tourismus“ und „Veranstaltungs- und Eventmanagement“ ab dem Schuljahr 2018/19 die Weiterbildung zur*zum „Staatlich geprüfte*n Betriebswirt*in“ auch in den genannten drei Fachrichtungen in Vollzeit (4 Semester) an.

Als Quantensprung wiederum betrachten wir es, dass es ab dem Schuljahr 2019/20 möglich ist, an unserer HOFA Berlin in allen drei Fachrichtungen berufsbegleitend zu studieren. Die Verordnung über die staatlichen Fachschulen der Fachbereiche Technik, Agrarwirtschaft und Wirtschaft des Landes Berlin (Fachschulverordnung) vom 30. April 2014 sieht vor, dass Studiengänge mit 2400 Unterrichtsstunden in Vollzeit – 4 Semester und Teilzeit – 8 Semester angeboten werden können. Darüber hinaus ist die Weiterbildung zur*zum „Staatlich geprüfte*n Betriebswirt*in“ an unserer HOFA Berlin ab dem Schuljahr 2019/20 aber auch als dreijähriges Teilzeitstudium in allen drei Fachrichtungen möglich, nachdem im Februar 2019 ein entsprechender Antrag als fünfjähriger Schulversuch genehmigt wurde. Studieninteressierte, die bisher neben ihrer branchenbezogenen Berufsausbildung zusätzlich einen Abschluss erlangt haben, der sie befähigt, eine Hoch- oder Fachhochschule zu besuchen (z.B. Abitur, Fachabitur, Fachhochschulreife oder vergleichbare Abschlüsse), können das berufsbegleitende Studium an unserer HOFA Berlin in 3 Jahren absolvieren.