Weiterbildungsinhalte

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich

Als Fach- und Führungskraft oder als selbstständige*r Unternehmer*in überzeugen Sie in erster Linie durch Ihre Persönlichkeit und Ihr Kommunikationsverhalten. In enger Verzahnung mit dem Fach Management und auf der Basis von konkreten Fallsituationen aus der beruflichen Praxis liegen die Schwerpunkte im Feld Kommunikation daher in der Perfektionierung der „Gesprächsführung“ sowie der individuellen „Rede und Rhetorik“. Besonderes Augenmerk wird in beiden Modulen auf die Wirkung der eigenen Person auf andere als auch auf die Weiterentwicklung des persönlichen Auftretens, der individuellen Argumentations- und Präsentationsfähigkeit sowie des Verhaltens in Entscheidungs- und Konfliktsituationen gelegt.

Um die Verfeinerung weiterer Führungsteilkompetenzen, insbesondere des „Zielwirksamen Schreibens und Sprechens“, geht es im Zusatzangebot Deutsch als Bildungs- und Business-Sprache: Sprachliche Normen (Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik), Wortschatz, Formulierungen und Schreibstil, aber auch Lern- und Arbeitstechniken optimieren Sie, in dem Sie im „geschützten Raum“ an dem (weiter)arbeiten, wozu Sie im Bereich Kommunikation, in anderen Fächern oder im Rahmen von Projekten nicht intensiv genug kommen, weil die Zeit oder die Muße fehlt: an der gut strukturierten und sprachlich korrekten Aufbereitung von schriftlichen oder mündlichen „Hausaufgaben“, Präsentationen, Vorträgen, Materialien, Protokollen usw.

Das Unterrichtsfach “Politik/Gesellschaftslehre” verbindet die aktuelle Politik auf deutscher, europäischer und globaler Bühne mit grundlegenden Kenntnissen aus. der allgemeinen Rechts- und Wirtschaftslehre.

Folgende Themenbereiche werden behandelt:

  • Europäische Union (politische und wirtschaftliche Integration der europäischen Nationalstaaten)

  • Geld in der modernen Volks- bzw. Weltwirtschaft

  • Sozialer Wandel und Grundrechte ( Dienstleistungsgesellschaft, Pluralismus und Demokratie)

  • Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

  • Konjunktur, Wachstum und Wirtschaftspolitik (Staatliche Eingriffe in die Märkte)

  • Freiheit und Diktatur, Sicherheit, Umwelt und Entwicklung in globaler Sicht

  • BGB-Grundlagen

  • Allgemeines Vertragsrecht

  • Individuelles und kollektives Arbeitsrecht

  • Social-Media-Recht

Für den Tourismus, die internationale Hotellerie und Gastronomie als auch für das Veranstaltungs- und Eventmanagement hat Englisch als Fremdsprache herausragende Bedeutung. Es zeigt sich allerdings immer wieder, dass unsere Studierenden über sehr unterschiedliche Englischkenntnisse verfügen.
Nach einem Einstufungstest am ersten Schultag bilden wir die Englischkurse so, dass Sie gemeinsam mit anderen Studierenden lernen, die die gleichen Vorkenntnisse haben wie Sie. Zu diesem Zweck bieten wir Kurse in unterschiedlichen Niveaustufen an. Englisch ist, neben BWL und Rechnungswesen/Controlling, das 3. Fach der schriftlichen Abschlussprüfung.

Zu den Niveaustufen: In den Basiskursen (6 Stunden pro Woche im 1. Jahr, 2 Stunden im 2. Jahr des Vollzeitstudiums) reaktivieren wir zunächst einmal Ihre Vorkenntnisse, so dass Sie sich in häufig auftretenden beruflichen und privaten Situationen sicher verständigen können. Den Schwerpunkt des Unterrichts – spätestens in den höheren Semestern – bildet aber Business Englisch. Themenbeispiele: Wie hält man auf Englisch einen Vortrag oder leitet ein Meeting, wie führt man ein Bewerbungsgespräch, wie motiviert man Mitarbeiter, wie geht man mit Gästen und Gesprächspartnern aus anderen Kulturen um?

Wenn Sie bereits längere Zeit im englischsprachigen Ausland tätig waren oder vergleichbare Englischkenntnisse haben, sind Sie in unseren Fortgeschrittenenkursen (6 Stunden pro Woche im 1. Jahr, 2 Stunden im 2. Jahr des Vollzeitstudiums) richtig. Hier beschäftigen wir uns z. B. mit aktuellen und branchenbezogenen Managementthemen, optimieren Ihr Telefonenglisch und zeigen Ihnen, wie Sie mit Geschäftspartner*innen aus anderen Ländern geschickt umgehen können. Nach zwei Jahren Englisch im Fortgeschrittenenkurs können Sie außerdem souverän mit Beschwerden umgehen, Präsentationen auf Englisch durchführen und an Meetings aktiv teilnehmen bzw. sie leiten. Bei der Grammatik konzentrieren wir uns auf die für die Kommunikation in privaten und beruflichen Situationen wirklich relevanten Bereiche.

Erstmalig ab dem Schuljahr 2018/19 können Sie unabhängig von Ihren Englisch-Vorkenntnissen Spanisch als Wahlpflichtfach wählen, entweder bereits im 1. Jahr und dann 2-jährig oder – wie auch die übrigen Wahlpflichtfächer – als 1-jährigen Kurs im 2. Jahr (Vollzeitstudium). Weitere Informationen finden Sie unter Wahlpflichtfächer.

Fachrichtungsbezogener Lernbereich

Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) an der Staatlichen Wirtschaftsfachschule (HOFA Berlin) untergliedert sich ab dem Schuljahr 2018/19 in die
– Allgemeine BWL und die
– Spezielle BWL, das heißt, sie bezieht ihre praxisbezogenen Anteile auf eine der drei Fachrichtungen: Hotel- und Gaststättengewerbe, Tourismus bzw. Veranstaltungs- und Eventmanagement.
Neben dem Erwerb fachlich solider Kompetenzen wird im Bereich Betriebswirtschaftslehre im hohen Maße Wert auf die Entwicklung personaler Kompetenzen gelegt.

Die Allgemeine BWL umfasst die folgenden Teilbereiche und inhaltlichen Schwerpunkte:

1. Investition und Finanzierung:
Finanzierungsarten, Kredite und Kreditsicherheiten, Leasing und Factoring, Beteiligungsfinanzierung und Mezzanine Capital, Innenfinanzierung, Jahresabschlussfinanzierung, Finanz-(Liquiditäts-)planung, Investionsrechnung

2. Unternehmens- und Personalmanagement

Management I:
Personalmanagement, Personalbedarfsplanung, Personalbeschaffung, Personalauswahl, Personalverwaltung; Assessmentcenter und Teamwork sowie Projektmanagement, Selbst- und Zeitmanagement als besondere Anforderungsmerkmale von Fach- und Führungskräften

Management II:
Personalentwicklung, Organisationskonzepte, Führung, Managementrollen und Managementkompetenzen, Corporate Social Responsibilty , Management by Objectives, Balanced-Score-Card, Budgetierung, Beschwerde- und Qualitätsmanagement, Projektorganisation, Strategisches Management

3. Marketing:
Marktanalysen (Zielgruppen, Konkurrenz), Marketingplan, Marketingmix mit Betonung von Produkt- und Preispolitik

Spezielle Betriebswirtschaft

für die Fachrichtung Hotel- und Gaststättengewerbe, z.B.:

  • Personalmanagement im internationalen Hotelmanagement
  • strategisches Hotel- und Restaurantmanagement
  • Management des Beherbergungs- und Freizeitbereichs
  • Food & Beverage Management

für die Fachrichtung Tourismus, z.B.:

  • Grundlagen des Tourismus
  • Tourismusgeografie
  • Reiseveranstaltungsmanagement
  • Touristische Leistungsträger

für die Fachrichtung Veranstaltungs- und Eventmanagement, z.B.:

  • Catering/Food- und Beverage-Management
  • Tagungen, Kongresse & Messen
  • Sportveranstaltungen
  • Kultur und kulturelle Veranstaltungen
  • Marketingevent- und Incentivveranstaltungen

Das betriebliche Rechnungswesen ist für jedes Unternehmen von zentraler Bedeutung.

Bei der Erstellung eines Jahresabschlusses nach handels- und steuerrechtlichen Vorschriften handelt es sich zwar um eine Pflicht, jede Unternehmensleitung sollte aber auch erkennen, dass das Rechnungswesen Zahlen liefert, um zielgerichtete betriebliche Entscheidungen treffen zu können.

Deshalb lernen die Studierenden zunächst (EDV-) Buchführung mit der Zielsetzung, Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Vorschriften und ihren Gestaltungsspielräumen erstellen zu können.
Weiterhin werden Themen der Kostenrechnung behandelt, wie zum Beispiel das in der Hotellerie weit verbreitete USALI (Uniform System of Accounts for the Lodging Industry).

Die Studierenden sind schließlich in der Lage, im Rahmen des Controllings betriebswirtschaftliche Auswertungen zu interpretieren, betriebliche Schwachstellen aufzudecken und Vorschläge für die Vermeidung bzw. Reduzierung von Problemen in einem Unternehmen zu erarbeiten.

In den Branchen Hotellerie und Gastronomie, Tourismus, Veranstaltungs- und Eventmanagement sind umfassende rechtliche Grundkenntnisse und Fertigkeiten unverzichtbar. Dies gilt vor allem für Gesetze, Rechtsverordnungen, das Richterrecht und nicht zuletzt für die rechtliche Fachsprache.

Folgende Schwerpunkte werden im Unterricht praxisnah, fachübergreifend und gleichermaßen auf der Basis konkreter Fallbeispiele branchenbezogen vermittelt:

Hotel- und Gaststättenrecht

  • Konzessionsrecht

  • Beherbergungsverträge

  • Bewirtungsverträge

  • Getränkelieferungsverträge

  • Pachtverträge

  • Automatenaufstellvertrag

Tourismusrecht:

Einführung in das Tourismusrecht – internationale Vereinbarungen
• Reiserecht – Vertragsrecht
• Besondere Verpflichtungen des Reiseveranstalters
• Allgemeine Geschäftsbedingungen im Reiserecht
• Reiseversicherungsrecht
• Europäische Pauschalreiserichtlinie
• Internationale Abkommen
• Beherbergungsrecht im Allgemeinen
• Rechtliche Probleme zwischen Kunden und Hotel/Motel/anderen Beherbergungsunternehmen

Veranstaltungsrecht

  • Rechtliche Rahmenbedingungen

  • Vertragstypen im Eventbereich

  • Haftung und Versicherungen

  • Künstlervertrag, Sponsoringvertrag, Lizenzvertrag, Reisevertrag

  • Miete und Versicherungen

  • Arbeitsrecht für Aushilfen, Künstlersozialversicherung und Umsatzsteuerpflicht

  • Werberecht und Markenschutz, Urheber- und Bildrechte rund um die Bühne

  • Straßensondernutzung, Lärmschutz und Bauordnungsrecht

Im Unterricht soll den Studierenden verdeutlicht werden, dass Steuern in der sozialen Marktwirtschaft nicht nur staatliche Aufgaben wie Sicherheit, Ordnung, Bildung finanzieren, sondern auch wirtschaftliche und soziale Vorgänge beeinflussen.

Die Studierenden werden erkennen, dass betriebliche Entscheidungen ohne Beachtung steuerlicher Auswirkungen nicht sachgerecht getroffen werden können. Anhand dreier Steuergesetze (Abgabenordnung, Umsatzsteuer, Einkommenssteuer) wird die Systematik steuerlicher Regelungen exemplarisch dargestellt.

Während der Weiterbildung zum/zur Staatlich geprüften Betriebswirt/in wird den Studierenden zudem das notwendige Wissen vermittelt, um im Falle einer Existenzgründung zwischen unterschiedlichen Rechtsformen für ihr Unternehmen abzuwägen, branchentypische steuerliche Themen, wie z.B. die Kassenführung, mit ihrer/ihrem Steuerberater/in zu erörtern und die betriebswirtschaftlichen Auswertungen zu verstehen. Ferner sollen die Studierenden in der Lage sein, ihre Einkommenssteuer hinsichtlich ihrer Arbeit- und Kapitaleinkünfte weitgehend selbst zu erstellen.

Darüber hinaus werden die folgende Schwerpunkte im Unterricht praxisnah, fachübergreifend und gleichermaßen auf der Basis von konkreten Fallbeispielen branchenbezogen vermittelt:

  • Besonderheiten der Besteuerung in Hotellerie und Gastronomie

  • Relevante Steuern für nationalen und internationalen Tourismus

  • Steuerliche Spezifika im Bereich Veranstaltungs- und Eventmanagement

Den Schwerpunkt des Unterrichts in den Basiskursen im zweiten Jahr des Vollzeitstudiums bildet Business Englisch. Themenbeispiele: Wie hält man auf Englisch einen Vortrag oder leitet ein Meeting, wie führt man ein Bewerbungsgespräch, wie motiviert man Mitarbeiter*innen, wie geht man mit Gästen und Gesprächspartner*innen aus anderen Kulturen um?

In den Fortgeschrittenenkursen beschäftigen wir uns im dritten und vierten Semester des Vollzeitstudiums z. B. mit aktuellen und branchenbezogenen Managementthemen, optimieren Ihr Telefonenglisch und zeigen Ihnen, wie Sie mit Geschäftspartner*innen aus anderen Ländern geschickt umgehen können. Sie können außerdem souverän mit Beschwerden umgehen, Präsentationen auf Englisch durchführen und an Meetings aktiv teilnehmen bzw. sie leiten. Bei der Grammatik konzentrieren wir uns auf die für die Kommunikation in privaten und beruflichen Situationen wirklich relevanten Bereiche.

Der Umgang mit dem PC und das Verständnis der Zusammenhänge der Informationsverarbeitung sind heute selbstverständlich. Die Schwerpunkte liegen deshalb auf der problemorientierten Anwendung unterschiedlicher Softwareprodukte in den Branchen Hotellerie und Gastronomie, Tourismus, Veranstaltungs- und Eventmanagement.

Handlungsfelder:

  • Digitalisierung
  • Textverarbeitung
  • Präsentationssoftware
  • Datenbanksoftware
  • Tabellenkalkulation

Inhalte:

  • Grundkenntnisse und Anwendung von Hardware und Kommunikationssystemen

  • Anwendung von Betriebssystemen

  • Gestalten von Präsentationen

  • Gestalten von Texten, Vorlagen, Serienbriefen

  • Tabellenkalkulation (Entwurf, Auswertung, Erstellen von Diagrammen)

  • Datenbank (Anlegen, Abfragen, Verknüpfen)

  • Arbeiten mit verschiedenen Front-Office-Systemen

  • Nutzung des Internets (WWW, E-Mail, Newsgroup, FTP)

Der Unterricht wird durch Produktpräsentationen und Betriebsbesichtigungen ergänzt.

Die vermittelten Kenntnisse stellen eine Hilfe dar, die besonderen soziologischen und entwicklungspsychologischen Verhaltensformen junger Menschen zu verstehen. Sie sind Basis für den sach- und situationsgerechten Umgang mit Auszubildenden und Mitarbeitern*innen. Der Unterricht schafft die Voraussetzungen, um die Ausbildereignungsprüfung abzulegen.

Hauptgliederungspunkte sind:

  • Kennenlernen der Möglichkeiten des Dualen Systems, der Funktion der verantwortlichen Personen und zuständigen Stellen

  • Beschäftigung mit der soziologischen und psychologischen Entwicklung junger Menschen sowie deren sozialer Stellung in Betrieb und Gesellschaft (Darstellung, Aufzeichnung und Analyse von Konflikt-/Kritikgesprächen in unterschiedlichsten Situationen)

  • Erwerb von Kenntnissen und Fertigkeiten in der didaktischen Aufbereitung von Ausbildungs- und Trainingsmaßnahmen, verbunden mit der Auswahl geeigneter Methoden und Medien sowie der Erarbeitung und Erprobung von Verlaufsmodellen

Jede/r Studierende der Hotelfachschule Berlin ist im Rahmen seiner Ausbildung zur/zum Staatlich geprüfte/n Betriebswirt/in an einer Studienarbeit beteiligt.

Die Studienarbeit ist eine Gruppenarbeit für 5-6 Studierende, die über zwei Semester außerhalb des Unterrichts angefertigt wird. Die Studierenden befassen sich dabei eingehend mit Problemen der betrieblichen Praxis. Sie arbeiten eng mit einem Betrieb aus den Branchen Hotel- und Gaststättengewerbe, Tourismus, Veranstaltungs- und Eventmanagement zusammen und werden durch jeweils ein oder zwei Lehrkräfte unterstützt.

Die Studierenden sollen in die Rolle eines Unternehmensberaters / einer Unternehmensberaterin versetzt werden. Sie müssen die Ausgangssituationen, die selbst gestellte Aufgabe und ihre Lösungsvorschläge schriftlich darstellen (Dokumentation). Schließlich soll das Projekt vor Publikum präsentiert werden.

Neben der fachlichen Kompetenz wird der Kontakt zu den Unternehmen der Branche gefördert. Die Studierenden sollen ihre Sozial- und Methodenkompetenz erweitern können, wobei Motivation und Kreativität gefragt sind.

Die Studierenden untersuchen i.d.R. ein tatsächlich vorhandenes Problem eines Betriebes, erarbeiten Lösungsvorschläge, stellen ihr Projekt auf 20 Seiten schriftlich dar und präsentieren es vor ihren Auftraggeber*innen, Betreuer*innen und den Studierenden der Unterstufe.

Durch die Studienarbeit lernen die Studierenden,

  • betriebliche Problemstellungen zu erkennen

  • ein zweckmäßiges Vorgehen für die Untersuchung der Probleme festzulegen

  • für den Betrieb geeignete und umsetzbare Empfehlungen auszuarbeiten

  • die gesamte Problemstellung verständlich und nachvollziehbar darzustellen

  • die Zusammenarbeit in der Gruppe und mit dem Betrieb zu gestalten.

Wahlpflichtfächer

Neben Englisch ist Spanisch die wichtigste internationale Sprache. Vor allem in der Hotel- und Tourismusbranche ist es vorteilhaft – und für viele Positionen im Management sogar erforderlich – eine zweite Weltsprache zu sprechen. Spanisch wird ab dem Schuljahr 2018/19 für alle Studierenden angeboten. Wer zwei Jahre lang Spanisch lernen will, wählt Spanisch bereits im 1. Vollzeitstudium-Jahr als Wahlpflichtfach und führt es dann im 2. Jahr weiter. Wem ein 1-jähriger Kurs genügt, wählt Spanisch im 2. Jahr. Wer bereits über Vorkenntnisse Spanisch verfügt, kann im 2. Jahr in den Fortgeschrittenen-Kurs einsteigen.

Die Studierenden lernen, sich in ausgewählt wichtigen allgemeinen und beruflichen Situationen sicher zu verständigen. Inhalt des Unterrichts sind Aussprache und Intonation, elementarer Wortschatz und Grammatik. Es werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt. Im 2. Jahr des Vollzeitstudiums kommen diverse weitere Themen hinzu, vor allem aus den Bereichen Hotellerie und Gastgewerbe, Tourismus, Veranstaltungs- und Eventmanagement. Der Stoff des 1. Jahres wird vertieft und erweitert. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben ist allerdings nicht möglich, dass in dem Wahlpflichtfach die Abschlussprüfung geschrieben wird.

Für Studierende, die besonders großen Wert auf sicheres, flüssiges und weitgehend fehlerfreies Sprechen legen und die dazu im regulären Englischunterricht nicht genug Gelegenheit haben, bietet sich das Wahlpflichtfach „English – advanced speaking practice“ an. Mit vielen Themen wird vor allem Ihr gesprochenes Englisch gefordert und gefördert.

In der Vergangenheit kamen viele PCO (Professional Congress Organiser) aus den Reihen der Hotellerie. Dies ist heute nicht mehr der Fall.

Inzwischen haben sich in diesem und in anverwandten Berufsfeldern neue Berufsbilder und Weiterbildungsberufe etabliert. Mit dem diesem Wahlpflichtfach soll der Aktionsradius der Absolventen*innen der Hotelfachschule Berlin in diese Bereiche hinein erweitert werden.

Mit dem Wahlpflichtfach „Eventmanagement” sollen darüber hinaus wesentliche Teile des fehlenden „Spezialwissens” vermittelt werden. Um den notwendigen Praxisbezug zu gewährleisten, wird mit Firmen und anderen Institutionen aus dem Berufsfeld zusammengearbeitet werden.

Zum Abschluss des Wahlpflichtfaches können die Studierenden ihr Wissen an den folgenden Aufgabenstellungen anwenden und üben:

  • Praxisbeispiele für stattgefundene Events (Analyse u. Dokumentation)

  • Planbeispiel für ein Event (orientiert an einem reellen Beispiel)

Das Wahlpflichtfach Sales & Marketing ermöglicht den Studierenden, das theoretisch erworbene Wissen der vorangegangenen Semester in Form von eigenständiger, projektbezogener Arbeit zu vertiefen. Die Projektarbeit betont auf der Grundlage von Projektentwicklung und Projektsteuerung als interaktivem Prozess die Symbiose aus Theorie und Praxis, wobei der Inhalt jeweils durch das Projekt sowie dessen Umfang bestimmt wird.

Die mögliche Vielfalt der Inhalte garantiert strukturiertes und vernetztes Denken. Komplexe Zusammenhänge werden hergestellt wobei der unverwechselbare Praxisbezug die Theorie veranschaulicht. In Teamarbeit obliegt es den Studierenden ihr(e) Projekt(e) zu realisieren und neben dem erworbenen fachspezifischen Wissen ihre Methodenkompetenz und Sozialkompetenz zu professionalisieren.

Ein Focus des Wahlpflichtfaches liegt im Bereich Sales. In Zusammenarbeit mit Kooperationspartner*innen aus den Bereichen Hotel- und Gaststättengewerbe, Tourismus, Veranstaltungs- und Eventmanagement soll den Studierenden ein Einblick in die Verkaufsabteilung gewährt werden.

Hierbei werden Themen wie beispielsweise: Segmentierung, Kontingentierung, Budgetierung, Marketingplan, Packages, Yield-Management im Vordergrund stehen. Simulation und Training von Verkaufs- und Akquisitionsgesprächen runden das Wahlpflichtfach Sales & Marketing ab.

Im Wahlpflichtkurs greifen wir die wichtigsten aktuellen Trends im Tourismus auf (Wellness, Best Ager, Kulturtourismus, barrierefreier und umweltfreundlicher Tourismus) und untersuchen gemeinsam Zielgruppen gerichtete Angebote anhand von Reiseveranstalterprospekten. Weiterhin stellen wir Ihnen aktuelle Daten, Zahlen und Trends der Destinationen Deutschland und Berlin vor.

Das Marketing des Reiseveranstalters und des Hoteliers nimmt einen entscheidenden Teil des Kurses ein. Hier wenden wir die aus dem BWL-Unterricht bekannten Marketinginstrumente bei der Untersuchung von bestehenden Packages (Pauschalangeboten) an. Wir überprüfen anhand dieser Pauschalangebote deren Ausrichtung auf Zielgruppen, deren Preispolitik sowie Vermarktungs- und Verkaufsmöglichkeiten.

In kleinen Projekten werden themenbezogene eigene Packages aus Sicht des Hoteliers oder einer Incoming-Agentur selbst zusammengestellt, kalkuliert und auf ihre Vermarktungsmöglichkeiten geprüft. Die Kriterien für eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit werden anhand von Pressemitteilungen und Hotelflyern untersucht und beurteilt.

Im vierten Semester (Vollzeitstudium) erstellen wir als Abschluss unserer gemeinsamen Arbeit in Teams zielgruppenbezogene Packages für ein Berliner Hotel. Wir kalkulieren die Angebote, erstellen jeweils einen Flyer als Werbemittel, schreiben eine Pressemitteilung und präsentieren dem Auftrag gebenden Hotel unsere Arbeiten.

Im Wahlpflichtfach Internet-Technologie werden die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten der beiden ersten Semester (Vollzeitstudium) aus dem Fach Informationsverarbeitung vertieft.

Im Mittelpunkt des Wahlpflichtfaches steht das Erstellen einer eigenen Website. Dazu gehören das Erlernen der Beschreibungssprache HTML und eine Einführung in die Programmiersprache JavaScript.

Neben theoretischen Vermittlungsphasen wird der Unterricht durch zahlreiche und umfassende praktische Trainingsphasen bzw. Übungen durch die Studierenden gestaltet.

Weiterhin werden zu verschiedenen Inhalten von den Teilnehmern Vorträge gestaltet.

Der Unterricht wird durch Produktpräsentationen und Betriebsbesichtigungen ergänzt.

Themen und Inhalte im Überblick:

    • Netzarchitektur/Protokolle

    • WWW, Email, FTP, Telnet, Chaträume u.a.

    • Provider, Webserver, Hoster, Router

    • Websiteerstellung (html, javascript, css)

    • CMS – Systeme

    • Netzfähige Grafikformate und Flash-/Vektorgrafiken

    • Internetrecht

    • Webdesign

    • Suchmaschinenoptimierung

    • Suchmaschinen

    • eCommerce

    • Dynamische Webseitengestaltung

    • Responsive Webdesign

    • Computerviren, Malware und Co.

    • Hardware-, Software- und Internetergonomie

    • Sicher und „anonym“ Surfen

    • Geschichte Informatik und Internet

    • Zukunft Digitalisierung und Internet

    • Soziale Netzwerke

Im 3. Semester (Vollzeitstudium) wird ein “bankfähiges Konzept” für eine Existenzgründung erarbeitet.

  • Finden und Erproben von Lösungswegen und damit verbundenen Arbeitsweisen

  • Fächerübergreifendes, auf Sachkundigkeit beruhendes Arbeiten

  • Sammeln von Erfahrungen im Umgang mit Behörden, Verbänden und anderen Institutionen

  • Knüpfen von Kontakten mit Vertretern*innen des Gewerbes und der Zulieferindustrie – Auswertung der dabei in Erfahrung gebrachten Informationen

Fachvorträge von Praktiker*innen und Betriebsbesichtigungen sind weiterer Bestandteil des Unterrichts.

Unabhängig davon, ob Sie nach der Weiterbildung an der Staatlichen Wirtschaftsfachschule studieren wollen oder ob Sie sich für eine anschließende Managementposition bzw. die Selbstständigkeit fit machen wollen: solide mathematische Fachkenntnisse gehören heute mehr denn je zu den Grundvoraussetzungen des Erfolgs.

Inhalte des Wahlpflichtfaches Mathematik sind eine kurze Wiederholung der Grundlagenarithmetik, eine Einführung in die Funktionstheorie und in die Differential- und Integralrechnung. Außerdem werden Inhalte zu den Themen Kurvendiskussionen und Extremwertaufgaben unterrichtet.

Alle Themen werden durch theoretische Darlegungen durch die Lehrkraft und durch zahlreiche praktische Übungen und Trainingsphasen durch die Studierenden vermittelt und erlernt. Die Leitidee des handlungsorientierten Mathematikunterrichts ist dabei die Beantwortung der Frage, was Sie mit dem Gelernten in der Ausübung Ihrer Praxis im Hotel- und Gaststättengewerbe, im Bereich Tourismus bzw. Veranstaltungs- und Eventmanagement anfangen können.

Ziel des Unterrichts und besondere Herausforderung zugleich ist es, die unterschiedlichen Vorkenntnisse so zusammenzuführen und zu erweitern, dass die Studierenden ihr Wissen im beruflichen Alltag umsetzen können. Darüber hinaus wird der Unterricht durch Exkursionen und Gespräche mit Vertretern*innen aus der Praxis ergänzt und bereichert.

Die Inhalte orientieren sich am F&B – Bereich. Im Teilbereich Küche werden vorrangig Inhalte der Logistik, Planung und Einrichtung einer Küche, modernste Küchentechnologie sowie das Thema HACCP behandelt. Bei Bankett und Service stehen der Servicegedanke, die Servicequalität und deren Sicherung im Mittelpunkt des Unterrichts. Neben der Getränketechnologie, die in ausgesuchten Themenbereichen vermittelt wird, werden je nach Bedarf der Studierenden auch alle anderen „Grundtechniken” behandelt.

Perspektivisch ist das Einbinden ergänzender technologischer Inhalte zur Meister*innenPrüfung im Hotel- und Gaststättengewerbe geplant. Somit soll unseren Studierenden die Möglichkeit gegeben werden, ihre theoretischen Voraussetzungen für die Meister*innenPrüfung komplett an der Hotelfachschule zu erwerben. In Absprache mit der IHK – Berlin wird dann die Praxis gesondert angeboten und geprüft.